Erzbistums Köln

Erstellt am 17.01.2013 von Saakje.
Kategorien: alles bisherige, Privat, Weltsicht.

Die Polizei bestätigt: Ein katholisches Krankenhaus hat eine mutmaßlich vergewaltigte Frau abgewiesen. So lese ich gerade in der taz. Und wem diese Quelle nicht neutral genug ist, kann auch gerne beim Kölner Stadt-Anzeiger lesen, was passierte.
Eigentlich dachte ich bisher, Krankenhäuser sollten in Notfällen helfen und dabei auch die Würde der Patienten und dem Schutz von Opfern beachten.

Nun, scheinbar nicht überall. Nur gut, das ich in dem Verein nicht angehöre, ich würde mich schämen.

Prädikat Quotenfrau

Erstellt am 14.01.2013 von Saakje.
Kategorien: alles bisherige, Auf Arbeit, Weltsicht.

Zur Einstimmung mal einen vorbehaltlosen Pro-Quote-Kommentar: „Wie jetzt? Die Quote ist diskriminierend und das sei schlimm? Aber nicht doch! Die Quote ist diskriminierend und das ist auch richtig so.“ Das schreibt Christian Soeder in seinem Blogbeitrag Prädikat Quotenfrau

Eine Begründung, warum die Quote immer noch notwendig ist, schreibt Yasmina Banaszczuk unter Alles Gute zum Weltmädchentag, ihr Kaffeeschubsen von morgen!. Mit einer netten Anekdote über Roseanne Barr, der Macherin / Erfinderin der Serie „Roseanne“, bei der Leute (aka Männer) versucht haben, sie aus der Show zu drängen, obwohl sie das ganze entwickelt hat.

Genau diese Yasmina Banaszczuk findet es auch völlig in Ordnung eine Quotenfrau zu sein. Denn viel zu oft war sie besser qualifiziert und hat ohne Quote trotzdem nicht den Job bekommen. Und irgendwann war sie das leid … Die Fakten lassen sich jedoch nicht leugnen: strukturelle Diskriminierung lässt sich am besten durch institutionalisierte Mittel bekämpfen. Die Frauenquote ist eines davon. Denn genügend Männer werden nicht befördert, weil sie besser sind, sondern weil es Männer sind. Und als solche Kumpels von irgendeinem anderem Mann. Ist das etwa besser?

Windparks in der Landschaft

Erstellt am 30.12.2012 von Saakje.
Kategorien: alles bisherige, Weltsicht.

Immer noch regen sich genügend Leute darüber auf, dass Windräder die Landschaft verschandeln.

Aber was soll ich sagen:
Mir ist eine verspargelte Landschaft definitiv lieber
als eine verschlotete!

Das Bild vom Windpark in Mecklenburg ist von Philipp Hertzog, das vom Kohlekraftwerk „Cholla Power Plant“ in Arizona ist von snowpeak

so wahr

Erstellt am 05.12.2012 von Saakje.
Kategorien: alles bisherige, Weltsicht.

„Extrem teuer, völlig unsinnig, dazu noch schädlich – einfach die perfekten Voraussetzungen für ein Projekt.“

Leider ist dieser Satz sehr, sehr wahr. Nicht nur in dem Zusammenhang, in dem die taz ihn schrieb. Hier geht es um eine Schnellzugstrecke, die schon seit 20 Jahren in Planung ist und auf Prognosen beruhrt, die von der Gegenwart schon längst widerlegt sind. Aber das ist natürlich kein Grund. War es noch nie.
Daher: Ja: Der einleitende Satz wurde schon viel zu oft bewiesen. Leider.

Die Erneuerbaren sind ja SO teuer!

Erstellt am 15.10.2012 von Saakje.
Kategorien: alles bisherige, Weltsicht.

(Mal wieder) ein echt lesenswerter Artikel der taz.
Ein Jahr nach Beginn von Energiewende und Atomausstieg sind die 5 Cent für Teile der Industrie, für die Stromwirtschaft, wirtschaftsnahen Medien und Politiker das Preisschild an der Energiewende, das sie gesucht haben. Und das sagt: Alles zu teuer.
Dabei sind in der Umlage Kosten enthalten, die ihre Ursache nicht in der Ökoenergie haben. Der Bundesverbands Erneuerbare Energien (BEE) hat berechnet, dass nur 2,3 der insgesamt 5,3 Cent echte Förderkosten sind. Der Rest hat andere Ursachen. Unter anderem können sich Unternehmen von der Umlage befreien lassen. Das führt dazu, dass der Rest – also wir – mehr zahlen darf.
Abgesehen davon ist es schon interessant, wer jetzt alles sein soziales Herz entdeckt. Sogar Philipp Rösler macht sich Sorgen um Geringverdiener? Wer’s glaubt …

Und von meiner Seite noch eine Anmerkung: Es ist ja nicht nur die Umlage teurer geworden. Öl und Kohle werden auch nicht billiger – wie am Benzinpreis zu merken ist.
Und im Strompreis sind ja auch nicht alle echten Kosten der nicht-regenerativen Energien enthalten. Für die Atom-Abfallbeseitigung soll ja derzeit der Staat haften. Können wir ja gut an Asse und Co erleben. Und in Gorleben werden auch Steuergelder verbuddelt.

Aber nicht nur AKWs werden vom Staat subventioniert, andere Kraftwerke ebenso.
Unangefochtener Spitzenreiter bei der staatlichen Förderung ist demnach die Steinkohle, die Vergünstigungen in Höhe von 311 Milliarden Euro erhalten hat, davon knapp 200 Milliarden allein als direkte Finanzhilfen. Die Atomkraft kommt auf 213 Milliarden Euro an staatlicher Förderung, die Braunkohle hat 87 Milliarden erhalten, wobei hier Steuervergünstigungen den Löwenanteil ausmachen. Mit 67 Milliarden Euro haben die Erneuerbaren bislang die geringste Förderung erhalten, was auch auf den bislang noch recht kurzen Förderzeitraum zurückzuführen ist, wie die Studie erklärt. Jedoch werde die EEG-Förderung transparent im Strompreis ausgewiesen, was bei den staatlichen Förderungen für Kohle und Atom nicht der Fall sei.

Ganz extrem wird es dann natürlich bei der Frage der Haftung. Ein AKW-Betreiber muss sein Risiko nur zu einem kleinen Teil selbst tragen – und sich auch kaum versichern. Es gibt eine Deckungsvorsorge von 2,5 Mrd. Euro. Versichert sind max. 256 Mio. EUR. Das mag nach viel klingen. Aber die Kosten von Fukushima belaufen sich jetzt schon auf über 20 Milliarden.
Oder Tschernobyl: Das sowjetische Finanzministerium schätzte die Kosten in der Zeit von 1986 bis 1989 auf etwa 9,2 Milliarden Rubel. Das entsprach etwa 12,6 Milliarden US-Dollar. Und das sind nur die Kosten in der UdSSR. Da sind die Kosten der anderen Länder noch gar nicht enthalten. Und auch heute verursacht Tschernobyl noch Kosten: In der Ukraine entfallen 20 Jahre nach dem Unfall jährlich 5 bis 7 % des Staatsbudgets darauf. 1991 waren es noch 22,3 %, die bis 2002 auf 6,1 % sanken.
Dafür muss hierzulande kein AKW-Betreiber haften. Dafür haftet der Staat. Der Atomstrom wäre unbezahlbar, wenn die Betreiber selbst haften würden.

Tagesschau – Musik

Erstellt am 12.09.2012 von Saakje.
Kategorien: alles bisherige, Privat, Weltsicht.

Da wird die Tagesschau-Musik also laut Presse abgeschafft. Ach nein doch nicht, sie wird überarbeitet. Die Macher der Tagesschau wären ja auch schön doof etwas mit so einem hohen Wiedererkennungswert abzuschaffen und stattdessen etwas komplett neues zu machen!

Zu dem Thema habe ich auf einem anderen Blog einen Eintrag mit einer tollen interaktiven Zeitleiste gefunden. In der kann sich jeder alle bisherigen Versionen anhören.

Ich muss zugeben: Die allererste von 1952 hat so gut wie keinen Wiedererkennungswert. Das ist einfach ein Musikstück, das mir nicht gefällt. Die zweite von 1956 hat schon den Gong, erinnert mich aber mit der Orgelmusik in der Mitte irgendwie eher an einen schlechten Film. Die von 1970 wirkt für mich dagegen echt.

Was mich verblüfft ist: Erst seit 1984 ist es „Hier ist das Erste Deutsche Fernsehen mit der Tagesschau“. Vorher war es nur „das Deutsche Fernsehen“. Dabei gab es zumindest das ZDF schon seit 1963 …

1994 ist irgendwie ein Rückschritt – sie klingt wie ein Imitat, nicht wie das Original. Vielleicht wurde sie daher schon nach drei Jahren wieder geändert. Die ist wieder – genauso wie die noch aktuelle – echt.
Danke an Marcus Anhäuser für diese interessante Zeitreise. 🙂

Eine kleine Geschichte des Kulturpessimismus

Erstellt am 07.09.2012 von Saakje.
Kategorien: alles bisherige, Online, Privat, Weltsicht.

Ja ja, die liebe digitale Demenz. Was hatten wir denn nicht schon alles …

Schnell stellt sich jedoch heraus: Schreiben verblödet. Denn schriftliche Notizen entlasten das Gehirn und führen zu analoger Demenz. Anstatt Riten, Regeln, Gesetze und Erfindungen von Generation zu Generation am Lagerfeuer weiterzuerzählen, kann die Menschheit sie einfach aufschreiben.

Dann kamen die Bücher. Die waren noch schlimmer. Lesesucht!
Daher wird die technische Entwicklung auch vorangetrieben: Verdummte Gehirne erfinden Dinge, die nur noch weiter verdummen!

Wer mehr wissen will -> Immer dieses neue Zeug
Unbedingt lesen!

ACTA – Der Versuch einer Erklärung

Erstellt am 26.02.2012 von Saakje.
Kategorien: alles bisherige, Online, Weltsicht.

Hinweise für Fußgänger

Erstellt am 11.01.2012 von Saakje.
Kategorien: alles bisherige, Privat, Weltsicht.

Hierzulande gibt es straßenbauliche Anlagen, die oft als ‚Radweg‚ bezeichnet werden. Diese sind oft zwischen Gehweg und Fahrbahn eingerichtet. Oftmals sind diese sogar nur durch eine Markierung (in der Regel eine breite weiße Linie) vom Gehweg abgegrenzt.

Der Unterschied ist folgender:
Ein Radweg ist vorrangig oder ausschließlich für die Benutzung mit dem Fahrrad vorgesehen.
Der Gehweg ist der Teil der Verkehrsfläche einer Straße, der für den Fußverkehr vorgesehen ist.

Dies bedeutet, dass Radwege nicht für Fußgänger vorgesehen sind.

Daher erlaube ich mir folgende Hinweise:

Wenn Du als Fußgänger rot hast und sowieso stehen bleiben wolltest: Tu das auf dem Gehweg – nicht auf dem Radweg

Wenn Du als Fußgänger Rot hast, stürze nicht bis zur Bordsteinkante vor, auch nicht wenn dort eindeutig und offensichtlich Platz ist (quasi ein Wartebereich für Fußgänger). Die Wahrscheinlichkeit, dass Du einen Radweg kreuzt ist hoch. Wenn Du Rot hast, wird der Radfahrer vermutlich Grün haben. Direkt vor ein fahrendes Rad zu springen ist nicht gut für die körperliche Unversehrtheit.

Wenn Du als Fußgänger telefonieren willst, oder eine Straßenkarte studieren oder ähnliches: Auch dafür ist ein Gehweg besser geeignet als ein Radweg. Wobei die andere Fußgänger es Dir danken, wenn Du nicht mitten auf dem Weg stehen bleibst, sondern etwas zur Seite gehst, so dass andere Menschen auch vorbei können. Beispielsweise ohne unfreiwillig auf den Radweg ausweichen zu müssen.

Prinzipiell gilt: Augen auf im Straßenverkehr.
Da der Gehweg (und der Radweg) Teil der Straße ist, gilt diese Aussage auch für Fußgänger.

Die generelle Aufforderung: „Hirn einschalten!“ gilt zwar allgemein immer, außerhalb der eigenen vier Wände aber in verstärkten Maße.

taz-Schlagzeile IV

Erstellt am 10.01.2012 von Saakje.
Kategorien: alles bisherige, Online, Privat, Weltsicht.

Die heutige taz hat (mal wieder) eine geniale Schlagzeile:
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie ihren Veterinär oder Apotheker
(Und ja, die taz schafft es so einen langen Text auf der Seite 1 unterzubringen. (Falls der Link nicht mehr auf die Seite 1 von heute führt, vielleicht ist sie ja noch im eKiosk auch zu finden.
Und muss ich erwähnen, dass es im Text um Masthähnchen geht?

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