kein gutes Zeichen

Erstellt am 29.07.2007 von Saakje.
Kategorien: alles bisherige, Auf Arbeit.

Also: Wenn Du bei Deiner Versicherung anrufst und der zuständige Sachbearbeiter weiß, wer Du bist – das ist ok. Kann gut sein, dass Du so nett bist oder einfach mal ein etwas komplizierter Sachverhalt zu klären war und Du dadurch in Erinnerung geblieben bist… Dies gilt übrigens auch, wenn Du immer für Deine Mutter anrufst und die einen völlig anderen Namen hat. Und trotzdem keine näheren Angaben mehr erfragt werden (so etwa Name der Mutter oder Versicherungsnummer).
Wenn die Vertretung weiß wer Du bist, mußt Du Dir auch noch nicht unbedingt Gedanken machen – jedenfalls nicht, wenn gerade etwas akut zu bearbeiten ist. Vielleicht wurde ja die Vertretung nur entsprechend eingewiesen. So nach dem Motto „Wenn Frau xx anruft: Das geht da um die Mutter, ist ein blöder Fall, aber die Leute sind nett.“

Wenn Du aber anrufst und wirklich jeder in der Abteilung, möglicherweise auch noch jeder in der Nachbarabteilung und jeder andere in der näheren räumlichen Umgebung natürlich inklusiver aller Mitarbeiter, die noch nie dienstlich mit Deinem Fall (oder den für den du immer anrufst) weiß wer Du bist – das ist definitiv kein gutes Zeichen. Dann ist es nicht nur ein „blöder Fall“ (auch nette Leute können mal durch die Umstände ein „blöder Fall“ sein).

Dann bist Du es, der die Ursache ist… und das ist kein gutes Zeichen.
Wir haben beispielweise einen Anrufer, der immer anruft um mitzuteilen, was er schreiben wird. Dann meist am Folgetag anruft um mitzuteilen, was er geschrieben hat. Dann natürlich fragt, ob der Brief schon da ist – um natürlich auch zu erzählen was in den Brief drin ist. Und das täglich – bis der Brief da ist. Natürlich wird danach angerufen um zu fragen, ob es schon bearbeitet ist… Solche Leute sind bekannt. Meist sind Gesprächszeiten über 30 Minuten deutlich häufiger als unter 10… Und meist wird in solchen Gesprächen fast alles mehrfach wiederholt…

Und es wird übrigens nicht nur so, das angerufen wird, wenn etwas zugesandt wird.

Wenn beispielweise ein Antrag zugesandt wurde, wird auch angerufen, wenn er doch nicht zurückgesandt wird. Als ob ich das wissen muß. Die Akte hängt im Schrank, wenn da kein Antrag kommt bleibt sie einfach da. Ich brauche keinen Anruf in dem mir erzählt wird „Den Antrag werde ich jetzt doch nicht ausfüllen„. Davon gibt es nur eine einzige Ausnahme: Wenn ich geschrieben habe, das ich den Antrag zur Bearbeitung der bereits eingereichten Unterlagen benötige. Dann interessiert es mich (weil ich dann die Unterlagen auf Frist habe). Ansonsten nicht. Wirklich.

Solltest Du also jemals bei Deiner Versicherung ein Antrag telefonisch angefordert haben und du überlegst es Dir anders: Ruf nicht an um das mitzuteilen. Und zu erklären warum du es Dir anders überlegt hast. Inklusive der Erklärung warum Du es ursprünglich anders machen wolltest. Das ist zwar eine Methode um gut in Erinnerung zu bleiben. Nicht aber eine, um in guter Erinnerung zu bleiben…

2 comments.

Doris
Kommentar on August 11th, 2007.

Huhu!
Ganz übel ist es, wenn Freitag nachmittags Dein „Lieblingsversicherter“ bei Dir zuhause anruft und nach dem Sachstand des Antrages frägt! Drum steh ich nimmer im Tel. Buch!

Kommentar on August 12th, 2007.

Ich steh auch nicht drin – bei meinem Namen bin ich ja auch sehr eindeutig zu erkennen. Daher bin ich davon bisher verschont geblieben…
Aber Montags um 8:02 Uhr ist auch ein toller Start in die Woche…

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